
In Deutschland geerntet, in Europa gefertigt
Bio-Leinen von hessischem Boden exklusiv bei hessnatur
Butzbach Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA), das gibt es bei der hessnatur -Textilien GmbH schon ziemlich lange. Ökologisch unbedenkliches Leinen aus Deutschland zu beziehen war jedoch bis dato sehr schwer. Das ändert sich jetzt: hessnatur, Versandanbieter von konsequent natürlicher Mode, konnte hessische Bauern gewinnen, eine Vision in die Tat umzusetzen. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Biologisch Dynamische Forschung (IBDF) e.V. in Darmstadt, unterstützt vom Land Hessen, entstand das erste hessnatur-Leinenhemd aus hessischem Bioflachs.
Was im Frühjahr 2005 hoffnungsvoll als Saatgut in die Erde gebracht wurde, kann hessnatur aus Butzbach jetzt erstmalig als fertig gewebte und genähte Bluse und als Herrenhemd anbieten: Reiner, ökologisch angebauter Flachs aus deutschem Anbau zu Textilien zu verarbeiten, das ist das ehrgeizige Ziel, das sich hessnatur unter der Mitwirkung des Instituts für Biologisch-Dynamische Forschung (IBDF) e.V. Darmstadt und vier Biohöfe aus Mittelhessen zum Ziel gesetzt hatten. Unter bester Betreuung und Beratung durch die Darmstädter IBDF konnten die Biobauern auf hessischem Grund und Boden die erste Ernte im Herbst 2005 einfahren.
Die Prüfung aller Beteiligter befand: Herausragend gute Qualität der Flachsfaser, die sich als kbA-Faser zu einer äußerst feinen Ausspinnung eignete. Auch die weiteren Verarbeitungsschritte wurden konsequent unter dem Aspekt „kurze Wege“ in Europa vergeben: Faseraufbereitung in Holland, spinnfähiges Garn entstand in Italien, denn in Deutschland ist das mechanische Schwingen, Entholzen und Hecheln des Flachses sozusagen ausgestorben. Die Näherei und Fertigung dieser exklusiven Webware nahm ein hessischer Lieferant in die Hand. Ergebnis ist eine hochwertige, edle Leinenqualität, die zu einer Bluse und einem Herrenhemd feinster Qualität verarbeitet wurde. Die noch geringe Menge des angebauten Leinens limitiert diese erste Auflage deutscher Herkunft. Die beiden Modelle sind also etwas ganz Besonderes und können nur übers Internet (www.hess-natur.de) bezogen werden.
Hoffnungsvoll geht hessnatur nach diesem Erfolg nun einen nächsten, großen Schritt: Der Anbau wird erheblich ausgeweitet. Mittlerweile beteiligen sich schon sieben landwirtschaftliche Betriebe mit ökologischer Zertifizierung. Von den jetzt gewebten 900 Metern Stoff will das Unternehmen 2008 auf 10.000 laufende Meter erhöhen.

