
Die scheinheilige „Grüne Welle“
hessnatur schaltet aufklärende Anzeigenkampagne
mps Seit Al Gore einen Oscar für seinen Film: „An Inconvenient Truth“ überreicht bekam, surfen die Ikonen der modernen Leistungsgesellschaft auf der „Grünen Welle“. So geht Julia Roberts mit ihrem eigenen Kaffeebecher zu Starbucks und Leonardo di Caprio läuft in Cannes zu Fuß zum Roten Teppich bei der Premiere seines neuen Films: „The 11th Hour“, weil er kein umweltschonendes Fahrzeug auftreiben konnte, das ihn öffentlichkeitswirksam dorthin brachte. Das neue Erfolgsmodell besteht aus einer Mischung von Verantwortungsbewusstsein, Nachhaltigkeit, Menschenfreundlichkeit und Solidarität und heißt „Grüne Welle“.
Mit den Superstars ist es gelungen, die Welt für die Themen Klimaschutz und Ökologie zu erwärmen. Inzwischen wird klar, dass „Ökostyling“ und leere Worthülsen nicht mehr genügen, um eine Katastrophe abzuwenden. Es geht nicht darum, sich „Grün“ nach außen zu offenbaren, sondern persönlich von Grund auf ein neues ethisches Verhalten zu entwickeln und zu leben. Weil die Stars schnell in ihrer Oberflächlichkeit durchschaut werden, verfolgen inzwischen unzählige „Ökorazzis“ das Leben unserer Leitbilder: In Webblogs von Ökoaktivisten wird das von Al Gore initiierte Live-Earth-Konzert angegriffen, auf dem Stars wie Madonna, die neun Häuser besitzen und Autoflotten mit diversen SUV-Ungeheuern in ihren Privatgaragen parken, ökofreundlich präsentiert wurden. Trotz seines Fußmarsches hält man Leonardo di Caprio seinen Privatjet vor, mit dem er im Mai in Cannes angereist ist. Bei Bekleidung läuft der Trend synchron. Plötzlich sind unzählige Anbieter aufgetaucht, die ihrer Marke ein „Ökostyling“ gegeben haben, und viele Verbraucher fallen, genau wie bei den Superstars, auf die Argumente rein, weil viele Medien noch nicht ausreichend informieren. Man produziert einzelne ökologisch aufgemachte Produkte, um sich mit einem „Grünen“ Anstrich herauszuputzen. Wenn dann bekannt wird, dass diese, als „organisch“ vermarkteten Produkte, genmanipuliert oder pestizidverseucht sind, fällt der Schwindel auf. Es kann niemals so viel ökologisch unbedenkliche Bekleidung geben, wie man zur Zeit im Angebot findet, denn nur etwa 1% der gesamten Baumwolle wird ökologisch, sprich: schadstofffrei, angebaut.
hessnatur hat eine Anzeigenkampagne zur Eröffnung seines Shops in Hamburg gestartet. Am Beispiel von Baumwolle wird gezeigt, wie gefährlich der Umgang mit Pestiziden bei Textilien ist. Ein großer Anteil der Baumwolle, die für Bekleidung verwendet wird, ist darüber hinaus genmanipuliert: Man hat Baumwolle gentechnisch so verändert, dass sie nicht nur speziell den schädlichen Baumwollkapselwurm, sondern generell Insekten vernichten kann. Während der Baumwollschädling nach kurzer Zeit resistent wird und in Folge erneut mit Pestiziden bespritzt werden muss, werden Bienen und andere Nutztiere durch die genmanipulierte Baumwolle langfristig gefährdet. In diesem Zusammenhang wird das Bienensterben in den USA immer wieder genannt. Bauern, die die doppelte Belastung von teuren, genmanipulierten Baumwollsamen und den zusätzlich erforderlichen Pestiziden nicht mehr tragen können, werden um ihre Existenz gebracht. Man spricht von bis zu 200.000 Baumwollfarmern, die jedes Jahr aus existenziellen Gründen Selbstmord begehen. Wer heute Bekleidung kauft, sollte sich nicht mit vagen Auskünften zufrieden geben, sondern gezielt die Herkunft und die Verarbeitung der Materialien hinterfragen. Auf diese Weise kann man den wahren Nachhaltigkeitsgrad des Produkts und damit seine Unbedenklichkeit besser einschätzen.
hessnatur ist weltweit das erste Unternehmen, das vor knapp 20 Jahren den ökologischen Anbau von Baumwolle in Ägypten initiiert hat. Heute stammt jeder hessnatur Artikel mit dem Etikett „100% Baumwolle“ aus kontrolliert biologischem Anbau, teilweise aus hauseigenen umwelt- und sozialverträglichen Projekten. Sein Bio-Leinen baut das Unternehmen direkt vor seiner Haustür in Hessen an und auch Wolle aus kontrolliert biologischer Tierhaltung (kbT) kommt in zunehmendem Maße zum Einsatz. hessnatur verzichtet entlang der gesamten textilen Herstellungskette – vom Anbau der Rohfaser bis hin zum fertigen Kleidungsstück – auf chemische Zusätze, die die Haut reizen und die Umwelt belasten. Jede Kollektion wird ohne optische Aufheller, Chlorbleiche und Kunstharze produziert, das hauseigene Design wird ausschließlich mit hochwertigen und gesundheitlich unbedenklichen Farbstoffen umgesetzt. Alle Textilien entsprechen damit mindestens den Orientierungswerten für Rückstandskontrollen des Internationalen Verbands der Naturtextilwirtschaft (IVN), dem hessnatur als einer der wenigen Anbieter in Europa angehört und zu dessen Gründungsmitgliedern er zählt.
Bei hessnatur gibt es kein aufgesetztes „Ökostyling“. hessnatur ist ausschließlich „Natur“ und sonst nichts. hessnatur verzichtet auf scheinheilige Argumente, dafür bemüht man sich sehr ernsthaft um Ihre Gesundheit. Bei hessnatur wird man keine Superstars treffen, die für teures Geld über den Atlantik eingeflogen werden. Das Unternehmen investiert besser in den Erhalt der Natur. hessnatur hat daher ökologisch unbedenkliche Produkte entwickelt und achtet auf hohe ethische Werte im Kontakt mit Mitarbeitern und mit Vertragspartnern, wodurch „Fairtrade“ eine selbstverständliche Grundlage seines Handelns ist.

