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Diesseits von Afrika
Bio-Baumwollanbau in Burkina Faso

23. Januar 2008

 

Gemeinsam mit der Schweizer Entwicklungsorganisation Helvetas fördert hessnatur den kontrolliert biologischen Baumwollanbau (kbA) im westafrikanischen Burkina Faso. „Hilfe zur Selbsthilfe“, unter diesem Motto lernen die heimischen Bauern den Biobaumwollanbau und die Schonung der Umwelt.

Die Helvetas setzt sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen benachteiligter Menschen in den ländlichen Regionen der dritten Welt ein. Die Sicherstellung der Trinkwasser- und Nahrungsversorgung in Ländern wie Afrika, Asien und Lateinamerika ist dabei ebenso ein Thema, wie die Einkommens- und Ausbildungssicherung. Seit 2004 arbeitet hessnatur mit der Schweizer Entwicklungsorganisation zusammen, mit dem Ziel, westafrikanischen Bäuerinnen und Bauern eine Zukunftsperspektive zu bieten und den Eigenbedarf an dieser kostbaren und leider nach wie vor nur in geringen Mengen am Weltmarkt verfügbaren Faser zu sichern. Die Projekt-Arbeit, die die gesamte Wertschöpfungskette vom Anbau bis zum fertigen Produkt umfasst, unterstützt neben der wirtschaftlichen Entwicklung der Bevölkerung auch Gesundheits- und Ausbildungsprojekte: So wird den Familien beispielsweise im Rahmen einer Alphabetisierungskampagne das Lesen und Schreiben beigebracht.

 

Eine sichere Einkommensquelle

Die Bio-Baumwolle, aus der später hessnatur-Textilien entstehen, wird auf über 2000 Hektar Land in verschiedenen Anbaugebieten angepflanzt. Knapp 400t der wertvollen Naturfasern konnten im letzten Jahr von mehr als 2000 beteiligten Bäuerinnen und Bauern bereits geerntet werden. Unterstützt von einem Team aus Anbauberatern und Agrarwissenschaftlern lernen die Bäuerinnen und Bauern den nachhaltigen Anbau und die Schonung der Umwelt. Der Wegfall arbeitsbedingter (Pestizid) Erkrankungen, sowie die Gewährung von Abnahmegarantien für ihre Ernten und die Zahlung fairer Baumwollpreise machen den kontrolliert biologischen Baumwollanbau für die Beteiligten zu einer im doppelten Wortsinn „sicheren“ Einkommensquelle.

 

Fairer Handel

Jeder Bauer darf bis zu 50% seiner Felder mit Bio-Baumwolle bestellen, auf dem restlichen Ackerboden werden Obst, Gemüse, Erdnüsse und Ähnliches angebaut. Auf die Art und Weise haben die Familien im Fall einer schlechten Baumwollernte ein zweites „Standbein“, das ihre Existenz sichert. Das Saatgut wird vorfinanziert, die Kosten für die notwendige Zertifizierung der Baumwolle übernommen. Neben dem Bio-Anbau stellt der faire Handel ein wichtiges Element des Projektes dar. So erhalten die Baumwoll-Erzeuger ergänzend zu der Bio-Prämie von hessnatur auch einen Fair Trade-Zuschlag. Zusammengenommen erzielen sie somit einen Baumwollpreis, der 40% über dem westafrikanischen Basispreis für konventionelle Baumwolle liegt.

 

Die Baumwoll-Kollektion von hessnatur

Aufgrund seines Engagements auf dem Gebiet des nachhaltig orientierten Baumwollanbaus kann hessnatur  mittlerweile 100% seines reinen Baumwollsortiments (alle 100%-Baumwoll-Artikel) in kontrolliert biologischer Qualität anbieten. Wenn man bedenkt, dass alleine ein T-Shirt aus kbA-Baumwolle ca. 7qm Boden von Pestiziden und Herbiziden freihält, resultiert daraus ein beachtlicher Schutz für Mensch und Umwelt. hessnatur ist zudem aktives Mitglied des Pestizid-Aktions-Netzwerks (PAN) Germany, einer Initiative, deren vorrangiges Ziel sowohl die Förderung des kontrolliert biologischen Baumwollanbaus ist, als auch die Stärkung der Absatzmärkte für umwelt- und sozialverträgliche Textilien.

 

Mehr Infos unter

Helvetas

 

 

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