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Da wuchs sein Kundenkreis
und machte ihn stark

Glücklicherweise wuchs der Bedarf schnell und damit die Mengen, die er einkaufen konnte. Die Lieferanten wurden freundlicher und fügten sich seinen Anforderungen. Schon nach nur einem Jahr wurde der Keller des Einfamilienhauses als Lager, Büro und Packerei zu klein. Das kleine Unternehmen zog in einen ehemaligen Tante-Emma-Laden, von wo aus nun die Pakete verschickt wurden und in dem man auch direkt kaufen konnte.

 

Bald war die Firma auch diesen Räumen wieder entwachsen und zog in größere Gebäude um. Die Marke hessnatur wurde bekannt und die Nachfrage nach natürlicher, gesunder Kleidung wuchs. Doch der Kampf um chemisch unbehandelte Baumwolle, Wolle und Seide blieb Heinz Hess weiterhin nicht erspart. Erst durch viele Verhandlungen und deutlich größere Abnahmemengen gelang es ihm bis Mitte der achtziger Jahre, sämtliche Lieferanten zum Verzicht auf chemische Textilbehandlung zu bewegen. Ein großer Schritt war getan, aber nicht der größte.

 

Für Heinz Hess war der Weg noch lange nicht zu Ende. Er wusste um die Methoden, mit denen Baumwolle angebaut wird, die wichtigste Naturfaser. Er wusste, dass dabei Pestizide, künstliche Düngemittel und Schädlingsbekämpfungsmittel verwendet werden. Er wusste auch um die katastrophalen Arbeitsbedingungen und schlechten Löhne der Bauern. Und seine Machtlosigkeit bedrückte ihn sehr.