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MADAME
„Es gibt keine Schönheit ohne Verantwortung", sagt Miguel Adrover, Kreativdirektor von hessnatur, der Mutter aller grünen Labels
Mode soll Freude machen. Sicherlich. Weshalb sich die meisten kaum Gedanken machen, unter welchen Bedingungen und mit welchen Folgen das, was sie tragen, hergestellt wird. Probleme wie Pestizide, Kinderarbeit oder Hungerlöhne klingen auch nicht gerade sexy. Textilpionier Heinz Hess dachte schon vor Jahren anders. Sein Credo: „Man muss Mode, Ökologie und soziale Verantwortung in der Produktion zusammenbringen." Aus seiner Vision Ende der 1970er-Jahre entstand hessnatur, ein erfolgreiches Modeunternehmen, das weltweit die erste Biobaumwolle (zusammen mit der Sekem-Farm in Ägypten) anbaute. Was damals Avantgarde war, ist mittlerweile Trend. Doch viele Labels, die auf der grünen Welle mitsurfen, verkaufen Mode, die nicht wirklich frei von chemischen Giften ist. hessnatur dagegen schließt bei der Herstellung umweit- und gesundheitsschädigende Hilfsmittel aus, es werden weder krebserregende Azofarbstoffe noch Chlorbleiche eingesetzt und das Abwasser fließt durch eine mindestens 2-stufige Kläranlage. Zudem hat das Label einen Meilenstein für menschengerechte Arbeitsbedingungen gesetzt - mit fairen Löhnen, geregelten Arbeitszeiten. Kinderarbeit wird selbstverständlich abgelehnt. Aber auch in Sachen Design ist dem Label 2007 ein echter Coup gelungen: Der Spanier Miguel Adrover wurde Kreativdirektor. „Kleidung," sagt er, „ist das Medium für soziale Botschaften."

